Tom Esser M.Sc.
Osteopath D.O. M.R.O.
und Heilpraktiker
Britischer Osteopath GOC
Mitglied von VOD/AAO/GOC

Publikationen

Kann durch osteopathische Techniken eine Senkung des Augeninnendrucks
beim primärchronischen Offenwinkelglaukom bewirkt werden?

Pilotstudie als Diplomarbeit an der "Akademie für Osteopathie in Deutschland", 2002 Tom Esser M.Sc.

 

Studienziel:
Die Diplomarbeit soll sich als eine Pilotstudie mit der Fragestellung auseinander setzen, ob durch osteopathische Techniken eine Senkung des Augeninnendrucks beim primärchronischen Offenwinkelglaukom bewirkt werden kann.

Studiendesign:
Als Studiendesign wurde eine klinische Studie (Pilotstudie) ohne Kontrollgruppe gewählt.

Patient und Methode:
Aufgenommen wurden 25 Patienten mit einem gesicherten primär-chronischem Offenwinkelglaukom und Augeninnendruckwerten nicht größer als 30 mmHg. Dies war durch den Augenarzt dokumentiert in den 6 Monaten vor der osteopathischen Behandlung. Die Augeninnendruckmessung erfolgte mit dem Non-Contact-Tonometer. Eine augeninnendruckwirksame Vormedikation hatten 66,6% der Patienten bereits durch die Augenärztin erhalten.

Osteopathische Techniken:
Durch die komplexe Anwendung von sieben osteopathischen Techniken bei jedem der Teilnehmer wurde eine optimale Therapie zur Senkung des intraokularen Drucks versucht.

Behandlungen:
Insgesamt gab es drei Termine in einem Zeitraum von drei Wochen. Maßgeblich für die zwei Wiedereinbestellungszeitpunkte war die Uhrzeit der ersten Messung.

Zielparameter:
Primärer Zielparameter der Studie war der Augeninnendruck.
Sekundäre Zielparameter waren subjektiv empfundene Veränderungen (Kopfschmerz, Augenschmerz, Sehvermögen) und die Frage der Abhängigkeit des therapeutischen Ergebnisses von Alter oder Geschlecht der Patienten.

Resultate:
Im Rahmen der Pilotstudie konnte durch osteopathische Techniken eine mittelfristige Senkung des Augeninnendrucks beim Glaukompatienten erzielt werden.
Weder eine Altersabhängigkeit noch eine Abhängigkeit zum Geschlecht konnten in dieser Studiengruppe belegt werden. Als Ergebnis zeigt sich auch, dass die Augeninnendrucksenkung unabhängig zu einer bestehenden augenwirksamen Vormedikation erfolgte.

Fazit:
Die Prüfung der Fragestellung, ob durch die komplexe Anwendung von osteopathischen Techniken eine Senkung des intraokularen Drucks als einer der Hauptdeterminanten der Entwicklung eines Glaukoms bewirkt werden kann, ist durch die vorliegende Pilotstudie tendenziell zu bejahen. Der ermittelte p-Wert (p<0.001) bestätigt die statistische Signifikanz im Sinne einer Abhängigkeit der Augeninnendrucksenkung durch die Behandlung mittels osteopathischer Techniken.

Tom Esser M.Sc. Gründer und Leiter des OZKs


 

zurück zu den Publikation